Nicht weiß, nicht rot: bezauberndes Rosè!

Echte Weinkenner rümpfen nicht die Nase, wenn vor ihnen ein Glas Roséwein kredenzt wird. Längst hat der Wein sein Image als ausschließliche süße Verführung für Genießer des dritten Lebensabschnitts abgeschüttelt. Anspruchsvolle Winzer rund um den Globus haben ihn zu einem facettenreichen Vergnügen werden lassen. Es lohnt sich, ihn im gut temperierten Kühlschrank aufzubewahren. Er eignet sich ideal für das Weinvergnügen zwischendurch und ist begehrter Begleiter von exotischen Speisen.

Herstellungsarten für Roséwein

Um den Roséwein herzustellen, greifen sie auf drei Methoden der Verarbeitung von roten Trauben zurück. Beliebt ist die Mazerationsmethode, bei der der Most nur wenige Stunden oder gar nur einige Minuten Kontakt mit den Schalen hat. Auf diese Weise erhält der Wein einen zarten Roséton und ein mildes Aroma. Eine andere Herstellungsalternative ist die Saignéemethode, bei der Most und Schalen in einem Tank sind. Bevor der Most jedoch beginnt zu vergären, wird bereits nach ein paar Stunden ein noch verhältnismäßig heller Most abgezogen. Das Ergebnis ist ein Roséwein mit einem kräftigen Rosaton. Insbesondere in der Provence kommt die Abpress-Methode zum Einsatz. Bei ihr gelangt der Most mit den Schalen nicht gemeinsam in den Tank zum Mazerieren. Die roten Trauben presst der Winzer direkt, wodurch ihr Saft nur einen sehr leichten Roséton aufweist.

Diese Rebsorten stecken im Roséwein

Abgesehen von ein paar Ausnahmen ist Roséwein kein Verschnitt aus Weißwein- und Rotweintrauben. Der Wein wird aus roten Trauben gefertigt, die je nach Rebsorte, Verarbeitungsweise und Herkunft einen ganz eigenen Geschmack entfalten. Typische Rebsorten für einen Roséwein sind unter anderem:

  • Spätburgunder/Pinot Noir
  • Cabernet Sauvignon
  • Merlot
  • Syrah
  • Grenache
  • Cinsault
  • Chiaretto
  • Blaufränkisch
  • Negroamaro
  • Touriga Nacional

 Damit harmoniert Roséwein besonders gut

Herrlich erfrischend, wandelbar und kein bisschen kapriziös: Dies zeichnet eine Vielzahl an Roséweinen aus. Dies macht den Wein zum perfekten Begleiter zur Pizza. Werden zum geselligen Sit-in Tapas oder Tex-Mex-Gerichte gereicht, können rosafarbene Rebsäfte ebenfalls die Häppchen komplettieren. Auf die Frage: Welcher Wein darf es zu thailändischen und chinesischen Gerichten sowie Currys und Tandoori sein, ist Roséwein die richtige Antwort.